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![]() Alexander Krejn |
| Alexander Krejn (1883-1951) lernte jüdische Volksmusik
schon als Kind aus nächster Nähe kennen. Sein Vater war ein bekannter
Klezmer-Musiker und Volksdichter. Er spielte bei jüdischen Hochzeiten Geige,
und seine Kinder mussten ihn dabei auf Zymbalen begleiten. Die sieben Brüder
Krejn wurden später allesamt Musiker, manche von ihnen waren sogar berühmt,
wie der Komponist Grigori Krejn oder der Geiger David Krejn. Seine größten Erfolge feierte Alexander Krejn in den 20er Jahren als Komponist von Bühnenmusiken. So wurde die Aufführung des Schauspiels "Die Nacht auf dem alten Markt" (nach Izchak Leib Peretz) am Moskauer Jüdischen Staatstheater (GOSET) zu einem Triumph gleichermaßen für das Theater wie für den Komponisten. Auch in Westeuropa, wo das Theater 1927 gastierte, wurde das Stück mit Begeisterung aufgenommen. Nachdem die jüdische Musik in der Sowjetunion verboten worden war, hat sich Krejn im Gegensatz zu Michail Gnesin den Verhältnissen weitgehend angepasst. Große Popularität erreichte später sein Ballett "Laurentsia", in dem Krejn spanische Folklore verarbeitete. Dieses Ballett ist bis heute im Repertoire vieler russischer Theater geblieben. Sein bedeutendstes Werk, die Kantate "Kaddish", konnte dagegen nicht mehr aufgeführt werden. Krejns Partitur galt jahrzehntelang als verschollen. Erst vor wenigen Jahren hat sich herausgestellt, dass sie doch gerettet wurde. Das Werk kam dann in Russland zur Aufführung. Im Westen ist diese großartige Musik noch immer unbekannt. |
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